Schweizer Biologie-Talente reisen nach England

Mittelschülerinnen und Mittelschüler aus der ganzen Schweiz frönten vom 19.
bis am 22. April 2017 ihrem Lieblingsfach Biologie. Sie wetteiferten beim Final
der Schweizer Biologie-Olympiade 2017 um Medaillen. 12 Jugendliche wurden
bei der Schlussfeier an der Universität Bern am 23. April 2017 mit Medaillen
geehrt. Für die vier schlausten Schülerinnen und Schüler ist das Olympia-
Abenteuer noch nicht vorbei: Sie vertreten die Schweiz an der Internationalen
Biologie-Olympiade 2017 in England.

Um 8 Uhr morgens ins Labor, 10 Stunden später wieder an die frische Luft. Eine intensive Woche liegt hinter den 20 Finalistinnen und Finalisten der Schweizer Biologie-Olympiade. Vom 19. bis am 22. April 2017 wetteiferten sie bei 19 Experimenten um Medaillen. Am Samstag, 23. April wurden die besten Jugendlichen mit 12 Gold,-Silber- und Bronzemedaillen ausgezeichnet, dies im historischen Anatomiesaal der Universität Bern.

Gold für Aargauer und Solothurner Nachwuchstalente
Über die Goldmedaillen freuen sich Jana Meier aus Würenlingen (Kantonsschule Wettingen), Caroline Hasler aus Aarau (Neue Kantonsschule Aarau), Nina Kathe aus Suhr (Alte Kantonsschule Aarau) und Martin Breu aus Niederwil (Kantonsschule Solothurn). Silber geht an Sandro Meier aus Schinznach
Bad (Neue Kantonsschule Aarau), David Melillo aus Windisch (Kantonsschule Wettingen), Seline Schmid aus Lengnau AG (Kantonsschule Wettingen) und Henry Wetton aus Affoltern am Albis (Kantonsschule Limmattal). Mit Bronze ausgezeichnet wurden Till Epprecht aus Wald ZH (Kantonsschule Zürcher Oberland), Jonas Kurmann aus Ausserberg (Kollegium Spiritus Sanctus),
Yvan Rime aus La Tour-de-Trême (Collège du Sud) und Florin Kalberer aus Seengen (Neue Kantonsschule Aarau). Joel Biedermann aus Schellenberg (Liechtensteinisches Gymnasium) schnitt als bester Liechtensteinischer Teilnehmer ab.

England wird zum Treffpunkt für Biologie-Talente aus aller Welt
Die 20 Finalistinnen und Finalisten haben sich gegen ihre ehemals 1'304 Mitstreiter durchgesetzt. Sie gehören so zu den besten Jung-Biologen der Schweiz. Jana Meier freut sich sehr über ihre Goldmedaille. Denn diese ist nicht nur eine Anerkennung für ihre Leistung, sondern auch ein Reiseticket: Die drei Gewinnerinnen und der Gewinner der Schweizer Biologie-Olympiade dürfen an der Internationalen Biologie-Olympiade 2017 teilnehmen. Diese findet vom 23. bis 30. Juli 2017 in
Coventry, England statt. Die Vorfreude auf das internationale Olympia-Abenteuer ist gross: "Ich bin sehr gespannt, Jugendliche aus aller Welt zu treffen, die Biologie genauso mögen wie ich." Biologie fasziniere sie, weil man mit ihr der Frage nachgehen könne, wie das Leben und der Mensch funktioniert. Die Mittelschülerin kann sich gut vorstellen, später Biologie oder Medizin zu studieren.

Die Forscherinnen und Forscher von morgen
Die Schweizer Biologie-Olympiade will Jugendliche für Biologie begeistern und sie fördern. Lorenz Widmer ist einer der freiwilligen Mitarbeiter des Vereins iboIsuisse, der die Olympiade organisiert. Sein Experiment forderte den Finalisten einiges ab: Sie analysierten etwa die Gene von zwei Gruppen von Fliegen: Fliegen, die Hunger leiden und so ihre Gene an ihre Situation anpassen und Fliegen, die mit normalem Appetit unterwegs sind. Lorenz Widmer engagiert sich für die Olympiade, weil er
überzeugt ist, dass gerade solche anspruchsvollen Praktika helfen, das Interesse für Biologie zu wecken: "Ohne die Biologie-Olympiade hätte ich selber nie entdeckt, wie spannend es ist, mit dem eigenen Verstand Problemstellungen im Labor zu bearbeiten." (pd./Foto: zvg.)

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