René Huber: "Wir alle sind jetzt gefordert"

Liebe Klotenerinnen, liebe Klotener
Wir alle befinden uns in einer ausserordentlichen Lage. Als Stadtpräsident muss ich, in Anbetracht der speziellen Nähe zum Flughafen, gar von einer «extrem ausserordentlichen Lage» sprechen. Ich kann Ihnen versichern: Die Stadtverwaltung und die Behörden haben sich organisiert, damit alle erforderlichen Massnahmen, welche den reduzierten Betrieb in Kloten sicherstellen, ergriffen werden. Alle Bereiche arbeiten mit Hochdruck.
Es geht darum, sämtliche Auflagen von Bund und Kanton unverzüglich und lückenlos umzusetzen. Diskussionen über Sinn oder Unsinn haben keinen Platz. Wir alle sind gefordert und müssen unseren Beitrag leisten. Entscheidend ist die Eigenverantwortung jeder einzelnen Person. Mit Solidarität und Besonnenheit können wir die aktuelle, noch nie da gewesene Situation meistern. Dabei sind ganz besonders die Jugendlichen angesprochen. Auch sie sollen das «Social Distancing» einhalten. Der Wegfall des Präsenzunterrichts an den Schulen heisst jetzt nicht, dass man sich ausserhalb des Schulhauses in grossen Gruppen treffen soll. Wir müssen alles daransetzen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und die Risikopersonen zu schützen. Eine eigens eingesetzte Task-Force der Stadt Kloten beobachtet und analysiert die Entwicklung rund um die Uhr und erteilt Aufträge an die Bereiche.
Die Bevölkerung wird laufend über die getroffenen Entscheide und eingeleiteten Massnahmen auf den Websites kloten.ch, schulekloten.ch und schluefweg.ch orientiert. Zudem ist seit Montag, 16. März, eine Hotline für Klotenerinnen und Klotener für spezifische Fragen und Notlagen (ohne medizinische Auskünfte) aufgeschaltet: 044 815 10 00. Ich weise mit Nachdruck darauf hin, dass unsere Versorgungslage intakt ist. Es gibt keine Gründe für Hamsterkäufe. Die Lebensmittelläden haben genügend Lebensmittel auf Vorrat.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind noch nicht abschätzbar, werden aber drastisch sein. Zusammen mit dem Stadtrat mache ich mir Gedanken über ein Unterstützungspaket für kommunale Institutionen und das lokale Gewerbe. Dies in Ergänzung zu den in Aussicht gestellten Geldern von Bund und Kanton. Dazu braucht es aussergewöhnliche und rasche Entscheidungen.
Die Art und Weise, wie alle Verantwortlichen der Stadtverwaltung und der Schule in den letzten Tagen die Herausforderung angenommen haben, ist beeindruckend. Flexibilität, Kreativität und Initiative auf allen Stufen ist spürbar. Unsere Einwohnerinnen und Einwohner haben sich bis jetzt vorbildlich verhalten. Dafür danke ich allen. Unverhofft wird das in der Strategie 2030 der Stadt Kloten erwähnte «Wir-Gefühl» plötzlich von breiten Kreisen gelebt.
Ich bin zuversichtlich, dass wir die «extrem ausserordentliche Lage» gemeinsam bewältigen können. René Huber, Stadtpräsident

 

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