Getroffen: Das Stadthuhn Gallus chlotun

Es gibt sie noch: Hühner mitten in Kloten. Regelmässig zu sehen ist aber nur eines, das Stadthuhn, auch unter dem Namen Gallus chlotun bekannt.

Es ist ein Haushuhn, aber kein normales. Mit seinen an der Aussenseite gefiederten Läufen gehört das Brahma-Huhn zu einer alten, aber ebenfalls gezüchteten Rasse. Und mit eben den stulpenartig befiederten Schenkeln, dessen Federn bis zu den Mittel- und Aussenzehen reichen, tappt ein Brahma-Huhn regelmässig mitten durch Kloten. Das weibliche Tier ist auf dem Stadtplatz zu sehen, noch lieber aber auf der Wiese vor dem Stadthaus.
Es ist, so war zu vernehmen, ein etwas freches Huhn, das weder Fussgänger noch Autoverkehr scheut, darf es auch nicht, denn davon gibt es im Zentrum Klotens reichlich. Auch wenn es in seinem Zuhause, gleich gegenüber dem Stadthaus an der Kirchgasse, neben einem grosszügigen Stall mit ebenfalls einem grossen Garten, sechs weiteren gleichrassigen Tieren mitsamt einem Güggel und zehn inzwischen acht Wochen alten Küken gibt, sucht das rund einjährige Tier regelmässig das Abenteuer. Dabei lässt es sich auf seinen Streifzügen nach Fressbarem gerne auch fotografieren, was besonders von den innerstädtischen Kindern geschätzt wird. Das gezüchtete Brahma-Huhn, benannt nach dem indischen Fluss Brahmaputra, scheint sich auch dem urbanen Kloten angepasst zu haben. Und vielleicht ist da die heute geläufige Bezeichnung nicht mehr korrekt. Denn das aus Asien stammende Huhn scheint definitiv in der neuen Zeit angekommen zu sein. Vielleicht gehört sie sogar einer neuen Rasse an. Dann müsste sie auf jeden Fall Gallus chlotun heissen. (dj.)

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