Wie soll das Puck-Problem gelöst werden? Mike Schälchli, Vizepräsident des EHC Kloten, will dafür kämpfen, dass er in seiner Art erhalten bleibt.
Die befristete Bewilligung für den Jubiläums-Puck im Kreisel an der Schaffhauserstrasse in Kloten ist nach einer einmaligen Verlängerung 2017 nun am 30. September definitiv ausgelaufen. Daran gibt es nichts mehr zu rütteln. Dies hat Martin Neukom in einem Schreiben Anfang Juli an die Stadt Kloten unmissverständlich klargemacht. Der Baudirektor hat mit seinem Schreiben auf ein Wiedererwägungsgesuch des Stadtrates reagiert.
Neukom lässt aber ein Hintertürchen offen. So stört sich der Zürcher Baudirektor lediglich am EHC-Kloten Schriftzug. Es sei Werbung für eine private Firma und um eine solche handle es sich beim EHC Kloten, schreibt Neukom und betont weiter. «Dies wird auf unseren Kreiseln nicht mehr zugelassen.» Andernfalls würde ein Präjudiz geschaffen.
Kreisel ist der richtige Ort
Da der Puck dem EHC Kloten gehört, ist derzeit vor allem der Verein gefordert. Der Vizepräsident des Verwaltungsrates der EHC Kloten AG hat kein Verständnis für die Argumentation des Baudirektors: «Es ist mehr als nur ein Puck, es sind 80 Jahre Emotionen, die darin zusammengefasst sind», betont Mike Schälchli. Zudem sei der EHC Kloten auch Kulturgut, das zu Kloten gehöre wie der Flughafen. «Wir werden deshalb dafür kämpfen, dass der Puck in seiner heutigen Art erhalten bleibt», betont Schälchli weiter. Für den Vizepräsidenten steht er im Kreisel am richtigen Ort. Einen kommerziellen Nutzen, der vom Schriftzug ausgehen soll, kann Schälchli nicht erkennen.
Er verweist zudem darauf, dass der Puck weit mehr sei als lediglich ein rund drei Tonnen schweres Ding. Er sei auch ein Kunstwerk und als solches sei es dem Verein bei den damaligen Feierlichkeiten übergeben worden. «Der Künstler legt deshalb Wert darauf, dass der Puck nicht verändert wird», sagt er weiter. Schälchli: «Dafür werden wir kämpfen.» (dj.)








