Bahnhof Kloten wird aufgewertet

Das Bahnhofareal entspricht in vielerlei Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Stadt Kloten führte deshalb zusammen mit der SBB und zwei weiteren Eigentümerinnen ein Studienauftragsverfahren durch, dessen Ergebnisse an der heutigen Pressekonferenz von Stadtrat Roger Isler vorgestellt wurden. Im Zentrum des Projektes steht ein neues Bahnhofsgebäude mit integriertem Bushof und optimierten Fuss- und Radverbindungen zwischen dem nördlichen und südlichen Teil der Stadt Kloten.
 
Der Bahnhof Kloten ist wichtiger Ankunfts- und Abfahrtsort. Die Ortsbusse bringen Fahrgäste aus allen Quar­tieren an den Bahnhof, wo sie auf die S-Bahn in Richtung der Kernstädte Winterthur und Zürich umsteigen. Zudem ist er dank seiner zentralen Lage zu Fuss und mit dem Fahrrad gut erreichbar und bildet einen wichtigen Durchgangsraum für die durch die Bahninfrastruktur getrennte Stadt. Nun ist geplant, das heute provisorisch wirkende, wenig ansprechende Bahnhofsgebiet in eine moderne Drehscheibe zu transformieren. Der Bahnhof soll nicht nur den heutigen Mobilitätsbedürfnissen gerecht werden, sondern neu auch attraktiver Einkaufs-, Gewerbe- und Wohnort mit hochwertiger Aussenraumqualität werden und die sich im Stadtzentrum rund um den Stadtplatz entwickelnden Angebote ergänzen. Ein wichtiges Anliegen des Stadtrates ist auch eine Entflechtung der verschiedenen Mobilitätsfor­men. Aufgrund der ungünstigen Lage der provisorischen Bushaltestellen und wegen der fehlenden Personen­unterführung zur Bahnhofstrasse kommt es heute auf der Lindenstrasse täglich zu verkehrlich gefährlichen Situationen, Stau und Konflikten.
 
Von den vier eingeladenen Planungsteams konnte der Vorschlag des Basler Architekturbüros Buchner Bründ­ler Architekten AG (im Team mit Vetschpartner Landschaftsarchitekten AG, Zürich, Planum Zürich und Dr. Lüchinger + Meyer, Zürich) am meisten überzeugen. Der Entwurf zeigt am Bahnhof ein zwei- bis siebenge­schossiges Gebäude, welches sich gleichzeitig als Brücke und Tor zum Bahnhof Kloten versteht. In das Ge­bäude integriert ist der zentrale Bushof, welcher so positioniert ist, dass die Umsteigebeziehungen zur Bahn komforta­bel und ohne Beeinträchtigung des Verkehrsflusses auf der Lindenstrasse funktionieren. Weiter wird vorge­schlagen die Querungsmöglichkeiten für den Veloverkehr auszubauen und zudem – die Lindenstrasse unterirdisch querend – einen direkten Anschluss an die Bahnhofstrasse zu erstellen. Das ebenfalls einbezogene "Lirenacherareal" wird mit drei Gebäuden umfasst, wobei ein siebenge­schossiger Kopfbau an der Bahnhofstrasse Akzente setzt und den Zugang zum Klotener Stadtzent­rum markiert.
Zurzeit wird das Projekt weiterentwickelt und die für eine Umsetzung notwendigen Gestaltungspläne ausgear­beitet. Die Umsetzung einer ersten Etappe ist für 2022 - 2024 vorgesehen. (pd.)

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